Rezension zu Jenny Blackhurst's Thriller"Die stille Kammer"

Auf diesen Thriller bin ich durch die sehr positiven Kommentare in einer Krimi-/ Thrillergruppe auf Facebook gekommen. Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich zwar sehr skeptisch das es mein persönlicher Geschmack sein könnte, aber Überraschungen habe ich diesbezüglich ja schon einige erlebt.


Also ab in den Buchladen und Thriller kaufen mit hohen Erwartungen. Habe mich darauf gefreut.

 

Es ist aber anders gekommen, denn genau wie bei jedem anderem Buch gibt es Leute die es mögen und andere die es nicht so sehr mögen.


Es ist so, für mich ist die Geschichte kein Thriller sondern eher ein Drama, denn der Thrill fehlte mir, bis aufs Ende, doch schon. Natürlich ergibt sich der sehr weibliche Schreibstil  schon dadurch, das Jenny Blackhurst in der "Ich-Perspektive" aus der Sicht von Susan Webster schreibt. Das wäre ja auch in Ordnung, nur war es mir zu viel "der Mann sieht gut aus, der hat ein knackigen Hintern etc", dazu hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, das Jenny Blackhurst ein Psydonym von Jojo Moyes ist, und diese sich an einem Thriller versucht hat.


In einer Schlüsselszene macht es sich die Autorin auch zu leicht, und man hat das Gefühl, das sie auch nicht richtig  wusste, wie sie  es erklären sollte, und  sich dann nicht mehr viel Mühe machte.

Leider kann ich die Szene nicht beschreiben ohne zu Spoilern, und das möchte ich auf keinen Fall.

 

Ich denke wer einen sehr guten klassischen Psychothriller erwartet, wird eher enttäuscht sein, obwohl die Story ist gut geschrieben, man kann sie sehr gut in einem durchlesen, und es ist auch nicht langweilig, und wenn man ein Drama oder Roman erwartet, ist sie sicherlich auch gut.

 

Ich bereue nicht es gelesen zu haben, nur die Begeisterung wollte leider nicht aufkommen.

 

LG Euer Weltenwandler Peter