Rezension zu Jakob Melander's "Roter Nebel"

Titel: Roter Nebel (2. Fall für Lars Winkler)
Autor: Jakob Melander
Seiten: 409
Erschienen: Juli 2015

Ich darf schreiben, das mich dieser Thriller positiv überraschte. Ich persöhnlich bin ja eigentlich kein großer Fan von den klassischen "Ermittler-Täter"-Thrillern. Nur hat es Jakob Melander geschafft, mich durch seine Art und Weise der Erzählung und Darstellung der Protagonisten, deren Geschichte und Verbindung miteinander, an dieses Buch zu fesseln. Dabei hebt er sich vom Schreibstil nicht von anderen Thriller-Autoren auffällig ab, und ich muss zugeben, so richtig kann ich es nicht definieren. Es war einfach sehr angenehm dieses Buch zu lesen, es strengte mich nie an, da der gesamte Verlauf klar nachvollziehbar ist.

Jakob Melander erfindet hier den Thriller nicht neu, und hat es auch gar nicht versucht, und das halte ich ihm zugute, grundsolide geschrieben, bekommt hier der Leser, was er sich von einem solchen Thriller erwarten darf. Ein Opfer, Zeugen, Ermittler, solide Ermittlungsarbeit die sehr gut dargestellt wird und eine Spannung die bis zum Schluss mit des Leser's Nerven spielt.

Und wer während des Lesens meint das Buch sei vorrausschaubar, den wird Jakob Melander eine Lektion erteilen, das man einen Thriller bis zum Ende lesen muss, um sich ein Urteil bilden zu dürfen ;)

Mir gefielen die Personen und deren Charaktere, nichts wurde übertrieben dargestellt, alles konnte ich mir so in der Realität vorstellen. Eine Szene floss in die nächste, und auch die Zeitsprünge, von Gegenwart und Vergangenheit, verwirrten mich nicht beim lesen.

Interessant bei diesen Thriller ist sicher Serafina, eigentlich spielt sie eine tragische Hauptrolle, und diese ist sehr gut erzählt, kann gut sein, das sie es war die diesen Thriller die Würze gab um mir diesen so schmackhaft zu machen. Sehr angenehm empfand ich auch, das der Autor nicht in andere Genre zwischendurch rutscht, was ich leider bei anderen Thriller zur Zeit als sehr störend empfinde, z.B. wenn zu viel Zeit auf Erotikszenen verschwendet wird. 

Hier hat man ein puren, reinen Thriller der nicht zuviel verspricht aber alles hält.
Ich hatte den ersten Fall von Lars Winkler noch gar nicht gelesen, und muss sagen, das dies kaum von Bedeutung ist, denn hätte ich es nicht gelesen, jetzt gerade erst, wär es mir gar nicht aufgefallen.
Es wird zwar von Ereignissen in der Vergangenheit des Ermittlerteams berichtet, aber diese sind nicht von bedeutung für die Hauptgeschichte im Buch.

Wie immer wichtig ist für mich, ob der Autor mich auf der Gefühlsebene erreicht, und das hat Jakob Melander absollut erfüllt. Es würde mich freuen wenn er in Zukunft weitere Thriller schreibt, und sich dabei vielleicht noch weiterentwickelt und uns überrascht.

Sicher ist dieser Thriller nicht spektakulär und aussergewöhnlich, und das ist der einzige Grund warum ich ein Stern abziehe, den 5. gibt es bei mir in Zukunft nur noch für eben solche Bücher, aber 4 Sterne bedeuten, das Buch ist meiner Meinung nach, es wert gelesen zu werden und ich finde es persöhnlich sehr gut.

Weltenwandler Peter

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