Rezension zu Sabaa Tahir's "Elias & Laia"

Rezension zu "Elias und Laia" von Sabaa Tahir

Wie der Titel schon sagt, handelt es sich hier um eine Geschichte von 2 Personen. Zum einem haben wir da Laia, die zu den, von dem "Martialen" des Imperiums unterdrückten, Volk der Kundigen gehört. Sie muss miterleben wie ihr Grossvater und Grossmutter, von einem sogenannten Wächter des Imperiums, einer Maske, umgebracht werden, als dieser mit seinen Gehilfen, Laia's Bruder Darin gefangen nimmt, da diesem vorgeworfen wird, Gesetze gebrochen zu haben und mit dem "Widerstand" zusammenzuarbeiten. Laia kann fliehen, und macht sich Vorwürfe, keinen Mut aufgebracht zu haben, und ihren Bruder verteidigt zu haben. Um Darin zu helfen, sucht sie in den unterirdische Katakomben ihrer Stadt nach dem Widerstand, um diesen zu Hilfe  bitten, ihren Bruder wieder zu befreien. Als sie diesen schliesslich findet, muss sie sich auf einen lebensgefährlichen Deal einlassen, nämlich als Spionin, sich als Sklavin bei der Kommandantin von Schwarzkliff, der Schule in der die "Masken" Wächter des Imperiums, ausgebildet werden, einschleusen zu lassen. Von dort aus soll sie Informationen an den Widerstand liefern.

Elias gehört zu dem Volk der Martialen, Volk des Imperiums. Er ist der Sohn der Kommandantin von Schwarzkliff, und Absolvent der Schule der Masken, Schwarzkliff, wo er kurz vor dem Abschluss steht. Er möchte aber eigentlich nicht als Maske leben und hat geplant kurz vor den Prüfungen zu desertieren. Als ein Augure,ein magisches Wesen ihm erklärt, das er seine Freiheit nur erlangen kann, indem er die Prüfungen besteht und eine Prophezeiung erfüllt, entschliesst er sich darauf einzulassen. 

Beide stellen sich ihren Schicksal, und begegnen sich schliesslich in Schwarzkliff, wo sich ihre beiden Wege dann zu einem gemeinsamen vereint. 

Die Geschichte wird abwechselnd aus Laias und Elias Sicht erzählt. Ich fühlte mich beim lesen an "Tausend und eine Nacht"-Märchen erinnert. Was nicht nur an der Handlung und der beschriebenen Welt, in der sich die Protagonisten befinden, liegt. Der Erzählstil von Sabaa Tahir gibt einem das Gefühl, einer sehr alte Geschichte von einem sehr alten und weisen Menschen, erzählt zu bekommen. Hier ist alles enthalten, was eine spannende Geschichte braucht, ein wenig "Romeo und Julia", "Star Wars", "Aladin" und viele mehr. Den Vergleich mit dem Büchern von GG Martin's "Das Lied von Eis und Feuer" kann ich noch nicht nachvollziehen. Die Geschichte hat sehr brutale Szenen, deswegen ist es ein "Young Adult" aber kein "Games of Thrones" Abklatsch. 

Ich finde Sabaa Tahir hat einen tollen eigenen Schreibstil der sehr flüssig und knackig ist. Der Spannungsbogen ist im gesamten Buch schön stramm, so das man das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen möchte. Die Cliffhanger, wenn von Laia zu Elias Sicht, oder umgekehrt, sind zeitlich gut und klug gesetzt, das erzeugt Spannung. Wenn es so funktioniert wie hier, dann muss man das nächste Kapitel lesen, man kann nicht anders, man befindet sich dann in dem Zustand, den Büchersüchtige brauchen, eben im Leserausch.

Das Buch ist ist der erste Teil einer Reihe. Es wär schon Informativ gewesen, wenn der Leser darüber ausdrücklich aufmerksam gemacht worden wäre, bevor er sich entscheidet es zu kaufen. Das gilt aber im allgemeinen für viele Bücherreihen und Verlage. So oft fragen wir Leser uns: "Ist das jetzt ne Reihe?". Da könnten alle Verlage mal dran arbeiten.
Aber da kann ja Sabaa Tahir nichts für, darum ist das nicht von Belang für meine Meinung zum Buch selbst. Soll nur mal ein Hinweis sein ;)

"Elias & Laia" ist ein tolles Buch, gerade jetzt in der Winterkuschelzeit, für alle die Märchen, Sagen, Magie und spannende Abenteuer lesen. Auch wenn es ein "Young Adult" ist, ist es für Erwachsene jeden Alters. Es führt uns in eine andere Welt und berührt, erreicht das Herz, die Gefühle des Leser's.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ob es einen Grund gibt, um einen Stern abzuziehen, fällt mir keiner ein. Im Gegenteil, ich kann es nicht erwarten, den nächsten Teil zu lesen, den es leider noch nicht gibt. Also begebe ich mich in die Wartezeit und tröste mich mit anderen Büchern.

Also Fazit: Absolute Leseempfehlung und 5 Voll verdiente Sterne

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