Rezension zu "Totenrausch" von Bernhard Aichner

Titel: Totenrausch

Autor: Bernhard Aichner

Erscheinungsdatum: Januar 2017

 

Lange musste ich warten bis ich den 3. Teil der Blum-Trilogie endlich in den Händen halten durfte. Und als ich das Buch dann endlich erhielt, war es auch zu schnell ausgelesen.

 

In diesem letzten Teil der Trilogie ist Blum mit ihren Kindern auf der Flucht wegen der der von ihr begangenen Morde. Sie möchte vor allem für ihren Kindern ein sicheres Zuhause finden. Ihr erstes Ziel die norwegischen Lofoten entpuppen sich schnell als keine gute Wahl, weshalb sich Blum dazu entschließt mit den Kindern nach Hamburg zu reisen, um dort ihr Glück zu finden.

 

Aufgrund ihrer beschränkten Geldmittel kein leichtes Unterfangen. In Hamburg kommt sie dann in Kontakt mit dem Rotlichtmilieu, durch welches sie hofft, neue gefälschte Papiere zu erhalten. Dabei gerät sie an den Zuhälter Schiele, dem sie aus Verzweiflung anbietet, für diesen jemanden zu töten wenn dieser Papiere für Blum und die Kinder organisiert. Damit gerät sie in die in einen Strudel von Konflikten mit sich selbst und den Zuhälter Schiele.

 

Um aus dieser ganzen Situation wieder heraus zu kommen, muss Blum all ihre Kreativität aufbringen, denn mit Schiele ist nicht zu spaßen, er ist zu mächtig als einer der Großen auf dem Kiez. Ob das alles zu einem Happy End kommt, müsst ihr selber herausfinden.

 

 

Zu Bernhard Aichner’s Sprach- und Schreibstil muss ich nichts mehr schreiben, dass habe ich wiederholt in den Rezensionen der ersten beiden Bücher getan. 

Er ist wie immer rasant, dramatisch und konsequent was das betrifft.

 

Es war wieder mal durchweg spannend und finde die Geschichte als Abschluss der 

Trilogie sehr gelungen.Hier kommen alle Facetten von Blum, wie wir sie kennen, zum Vorschein, von gefühlvoll bis eiskalt. Und man erfährt, zu was eine liebende Mutter fähig sein kann, um ihre Kinder zu schützen. Ich konnte es sehr gut nachempfinden. Auch den Hass auf so Typen wie den Zuhälter Schiele oder seiner Untergebenen, konnte ich in mir fühlen. Es ist schon verrückt, was man bei einem Buch empfinden kann, wenn es gut geschrieben ist, da hat man Sympathie mit einer Mörderin, auch wenn ihre Motive in der Vergangenheit fast ehrbar waren, ist es doch schließlich ein Verbrechen. Das ist wohl der Helden-Effekt, den man in so manchen Filmen hat, wenn dieser »schlechte« Menschen killt. 

 

Diese Trilogie im Gesamten kann ich sehr empfehlen, gerade wenn man auf das Gefühlsleben von Protagonisten und aber auch Thrill steht. Rundrum beste

Unterhaltung, ohne schwer zu wirken. 

 

Totenrausch bekommt selbstverständlich 5 Sterne

 

Denn Ende gut, alles gut! :)

 

 

PS: Freue mich schon auf den nächsten Titel von Bernhard Aichner. Es wird sein   erster Einzeltitel, ein Thriller wieder ;)